Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Schierakowitz – Filialkirche St. Katharina

Über 100 Jahre lang waren die zahlreichen Wandmalereien in der Kirche in Groß Schierakowitz vergessen. 2001 ließ Pfarrer Jerzy Pudełko die Wände der Kirche untersuchen. Unter vielen Farbschichten fand man Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert, die den gesamten Innenraum bedecken. Von 2003 bis 2010 wurden sie freigelegt. Die Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament sind im Stil einer Biblia pauperum, einer Armenbibel, mit lateinischen Unterschriften gemalt. Auch heiliggesprochene europäische Monarchen finden sich auf den Wänden. Ebenso allegorische Szenen, wie die personifizierten Darstellungen der sieben himmlischen Tugenden und ein Engel, der zur Buße und Umkehr aufruft. 2009 entdeckte man im nördlichen Teil des Kirchenschiffes die Unterschrift des Malers: Johannes Ignatiuk aus Rosenberg. 1860 wurden die Wandmalereien aus unbekannten Gründen übertüncht. Im Januar 1945 zerstörte die Rote Armee das Pfarrhaus. Auch das sich darin befindende Archiv fiel den Flammen zum Opfer und somit alle Dokumente der Pfarrei. Die Kirche blieb jedoch verschont.

Der Zimmermann Josef Jozek baute die Kirche 1675, an die Stelle eines Gotteshauses aus dem 15. Jahrhundert. Das Gebäude wurde mehrmals erneuert. Der Chor schließt dreiseitig ab, an der Nordseite befindet sich eine Sakristei und eine später angebaute, gemauerte Vorhalle. Über dem Kirchenschiff befindet sich ein Dachreiter, sechseckig mit einer bauchigen Kuppel. Das Gebäude ist von Umgängen umfasst, die Wände sind verschindelt. Der Chor hat ein Scheintonnengewölbe, das Schiff eine flache Decke. Der Chorbogen ist mit plastischen Ornamenten verziert, der Chorbalken nennt in einer Inschrift das Erbauungsjahr 1675. Im Chorbogen befindet sich ein Kruzifix.

Der zweigeschossige, barocke Hauptaltar ist mit Knorpelwerk und einem Bild der Kirchenpatronin dekoriert. Der rechte Nebenaltar wurde nach 1675 gebaut und 2002 renoviert. Auf ihm befinden sich Statuen Johannes des Täufers und des Evangelisten Johannes. Die Empore wurde wohl 1827 erweitert, als der Orgelbauer Hawel aus Peiskretscham (Pyskowice) die heutige Orgel errichtete. Eine der Bänke im Stil des Bauernbarock wird auf das Jahr 1814 datiert. Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

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