Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Rudzinitz – Kirche des Erzengels Michael

Die reichhaltigen, barocken Wandmalereien machen die Schrotholztkirche in Rudzinitz zu etwas Besonderem. Dargestellt sind unter anderem Passionsszenen, die Dreifaltigkeit, Heiligengestalten, und das letzte Gericht mit dem Stifter der Kirche und damaligen Besitzer des Ortes, Wacław Pełka, der von einem Engel zu Christus geführt wird.

Die erste Kirche im Ort wurde 1447 erwähnt und in der Mitte des 16. Jahrhunderts von Protestanten für kurze Zeit genutzt. Das heutige Gebäude stammt von 1657. Dies belegt ein Datum unter dem Fenster des Chores. Auf einem Balken hinter dem Altar ist die Inschrift „Ioan Joannes Machocsky“ erhalten, wohl die Unterschrift des Zimmermanns, der das Gebäude gebaut hat. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche, inzwischen wieder katholisch, zu einer Filiale der Pfarrkirche in Rudno. 1853 baute man den Glockenturm. 1936 wurde an der Westseite eine Vorhalle errichtet. Seit 1945 ist die Kirche in Rudzinitz eine Pfarrkirche. Der Turm der Kirche wurde in Ständerbauweise errichtet. Er hat schiefe, bretterverschalte Wände, eine Glockenstube und ein Zeltdach. Die 1936 errichtete Vorhalle des Turmes wurde vor kurzem verlängert. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt und die Wände des Gebäudes sind mit Brettern verschalt.

Die Orgelempore befindet sich an der Westseite des Kirchenschiffs und steht auf sechs Pfeilern. Die Holztür, die von der Vorhalle in den Chor führt, trägt Zierbeschläge aus dem 17. Jahrhundert. Der Chorbalken hat eine rechteckige Form, 1936 wurde er mit eisernen Schienen verstärkt. Der Lettner mit Kruzifix, sichtbar auf Bildern aus dem Jahre 1943, ist nicht erhalten. Der Chor hat ein Scheintonnengewölbe. Die Decken von Schiff, Sakristei und Vorhalle sind mit Brettern verkleidet. Der Hauptaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert und trägt eine Darstellung der Himmelfahrt Mariens und ein Antependium mit einem Bild des Guten Hirten aus dem 18. Jahrhundert. Der Nebenaltar stammt von etwa 1730, darauf eine Figur des Erzengels Michael und ein Bild der Muttergottes aus Tschenstochau.

Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

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