Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Plümkenau – Filialkirche zur Mariä Himmelfahrt

Während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in der Gegend um Plümkenau eine friderizianische Siedlung. Um den neuen, meist protestantischen Bewohnern auch spirituell eine neue Heimat zu schaffen, wurde das Bethaus in Plümkenau gebaut. Da es sich um ein evangelisches Gotteshaus handelte, ist auch der Bautypus und die Innenausstattung entsprechend abweichend von anderen Schrotholzkirchen der Region.

Der Zimmermann Petzer schuf in den Jahren 1786 bis 1790 das Bauwerk. Die Pläne stammen von dem Architekten Christian Isemer, der Bauinspektor in Breslau und Oppeln war. Der erste Pastor trug den Namen Kaluski. 1790 wurde ein Turm an das Gebäude gesetzt, 1860 wurde die Kirche erneuert. Die Kriche ist heute katholisch. Das geostete Bauwerk ist eine Skelettkonstruktion, mit Ziegeln gefüllt und von beiden Seiten verputzt. Das Gebäude ist eine Saalkirche, Schiff und Chor sind also nicht getrennt. Der Chor schließt rechteckig ab.

Außen befindet sich ein gekröntes, profiliertes Gesims. Rechteckige Fenster, in zwei Reihen angeordnet, beleuchten den Innenraum und die Emporen. Im Inneren wird die Balkendecke von acht Pfählen mit Streben gestützt, die von drei Seiten die Emporen tragen und die Seitenschiffe abtrennen und somit ein dreiteiliges Inneres schaffen. Das Orgelprospekt schuf um 1790 Franciszek Majewski aus Reichtal. Im östlichen Joch des nördlichen Kirchenschiffes ist die Sakristei. Das Walmdach ist mit Schindeln gedeckt. An der Westseite steht ein Fachwerkturm mit einer Vorhalle im Erdgeschoss. Gekrönt ist der Turm mit einem schindelbeschlagenen Helm in Glockenform, der auf einem achteckigen Zylinder ruht und auf dem sich ein Fähnlein mit dem Datum 1790 befindet.

Die Inneneinrichtung ist schlicht im rokoko-klassizistischen Stil. Der Hauptaltar war ursprünglich mit der von 1790 stammenden Kanzel verbunden, so wie es für protestantische Kirchen üblich war. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts steht die Kanzel separat. Das Taufbecken stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.

 

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