Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Groß Peterwitz – Ablasskirche zum Heiligen Kreuz

Auf dem Platz einer alten Kapelle errichtete man 1667 diese Schrotholzkirche. 1743 hat sie Pfarrer Josef Ernst Kuklinsy renoviert und umgebaut. Um den Ort, an dem die Kirche steht, rangt sich eine Legende. Die Geschichte spielt zu einer Zeit, als die einheimischen Bauern ihre Pferde gemeinsam auf einer Weide,  die „społek“ genannt wurde, hielten. Sie fanden ein Bild des gekreuzigten Heilands in einer Quelle und beschlossen, ein Gotteshaus zu errichten. Doch der auf einem Hügel begonnene Bau wurde nie fertiggestellt, da Naturkräfte Nacht für Nacht das zerstörten, was am Tag gebaut wurde. Dazu wurde das Baumaterial in ein Tal gefegt. Dorthin, wo jetzt die Kirche steht.

Das Gotteshaus steht außerhalb des Dorfes auf einem Feld, an der Straße nach Gródczanek. Der Chor verfügt über einen zweiseitigen Abschluss. An der Südseite befindet sich die Sakristei. Das Kirchenschiff hat einen rechteckigen Grundriss mit einem Bogengang an der Westseite, über ihm thront die Orgelempore. Das Gebäude umgeben Umgänge im Osten und Norden, an der Südseite ist Außen eine hölzerne Kanzel befestigt. Satteldach und Kirchenwände sind mit Schindeln gedeckt. Über dem Kirchenschiff ragt ein achtseitiger Dachreiter mit Laterne und bauchigem Helm, gekrönt mit einem dreiarmigen Kreuz.

 

Im Innenraum dominiert der spätbarocke Altar mit einer Kreuzigungsdarstellung sowie einem Bild der Muttergottes aus Rauden, das etwa 1752 von Johannes Elias Ridinger aus Wien gemalt wurde. Auf dem Chorbalken befindet sich eine zweisprachige Inschrift auf tschechisch un deutsch: „Na Nalezení a Powyssení swateho Kříže – plnomocné Odpustky udělené” („Am Fest des Auffindens des Heiligen Kreuzes und seiner Erhöhung – voll-kommene Ablässe erteilt“) und „Volkomener Ablaß zu ewigen Zeiten verliehen” (deutsche Inschrift). C I : V ROKV : I. 1 43 : FARARZE JOZEA. Diese vollkommenen Ablässe finden auch heute noch jährlich zur Kreuzauffindung am 4. Mai und zur Kreuzerhöhung am 14. September statt. Der Ablass zur Kreuzauffindung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom 3. auf den 4. Mai verlegt, da am in Polen am 3. Mai das Fest Mariens, Königin von Polen, gefeiert wird.

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