Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Rosenberg – Annakirche

Sie ist eines der wertvollsten Denkmäler in Polen, einzigartig und außergewöhnlich aufgrund ihrer architektonischen Form. Die international bekannte Schrotholzkirche wird auch als die „in Holz verzauberte Rosenberger Rose“ bezeichnet.

Das Gotteshaus wurde dort errichtet, wo einer Legende nach eine Jungfrau aus Rosenberg vor Räubern gerettet wurde. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern habe sich das Mädchen mit letzter Kraft zu einer Kiefer geschleppt. An dem Baum hing ein Bild der heiligen Anna, dass dort angeblich Herzogin Hedwig, die Frau Heinrichs I. von Schlesien, einst anbrachte. Das Mädchen flehte ihre Namenspatronin um Hilfe an. Das Wunder geschah, die Räuber wurden blind und sahen das Mädchen nicht. 1444 entstand an dieser Stelle eine kleine Kirche. Der Ruhm des Ortes zog viele Pilger an, daher baute man 1518 das Gebäude zu einer größeren Holzkirche um. 1669 bis 1670 wurde das Gotteshaus um fünf Kapellen erweitert. Der Baumeister hieß Martin Sempek und gehörte der Zunft in Gleiwitz an.

Die ursprüngliche Kirche war ein Blockbau. Über dem Kirchenschiff wurde an der Westseite ein viereckiger Turm errichtet. Östlich über dem Schiff erhebt sich ein runder Dachreiter, darauf ein blechbeschlagener, bauchiger Helm. Die Kapellen wurden in Form eines sternförmigen Sechsecks angebaut, das scheinbar aus dem Baukörper herauswächst. Daher ist das elf Meter lange Kirchenschiff, das die beiden Teile der Kirche eint, wie ein Stiel, der das alte Gotteshaus mit der fünfblättrigen Rose verbindet. Um die Kapellen befinden Emporen, die gleichzeitig das Gewölbe und die Kuppel über dem Hauptteil tragen. Die Fenster haben die Form eines Vierpasses.

Der wertvollste Bestandteil der Kirche war das spätgotische Triptychon auf dem Hauptaltar, das die Hl. Familie darstellte. Meister Jakob aus Krakau, ein Schüler Veit Stoß`, schuf es Anfang des 16. Jahrhunderts. Dieser Altar wurde 1994 gestohlen. Daher steht heute an seiner Stelle nur noch eine Replik. In jeder Kapelle befindet sich ein Altar. Zwei Kanzeln und zwei Lettner zählt das Gotteshaus. Das kostbarste Kunstwerk in der Kirche ist die spätgotische Figur der Anna Selbdritt, auch Hl. Anna aus Rosenberg genannt.

 

 

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