Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Miedzna – Kirche zum Hl. Papst Klemens

Im Kirchenverzeichnis des Dekanats Auschwitz der Krakauer Diözese von 1326 wird der Pfarrer von Medzwa erwähnt. Der ursprüngliche Name wird vom polnischen Wort für Honig, miód, abgeleitet. Vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1628 war die Kirche protestantisch. Die jetzige Holzkirche wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert gebaut.

Im 18. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff verlängert. Es ist das größte Gotteshaus dieser Art in der Region. Der kurze Chor hat einen geraden Abschluss. Das Kirchenschiff ist rechteckig. Der schindelbeschlagene Turm steht an der Westseite. Das Dach des Kirchenschiffs krönt ein Dachreiter mit Laterne. Über dem Umgang, der das Gotteshaus umgibt, sind die Wände mit Brettern verschalt.

Das Kirchenschiff hat eine flache Decke mit aufgemalten Kassetten. Den Chor zieren ein Scheingewölbe und erhaltene Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert. Der Hauptaltar verfügt über bemalte Holzschnitzereien. Auf ihm befindet sich ein Ölgemälde des Hl. Papst Klemens, das von einer Abbildung Mariens aus dem 19. Jahrhundert verdeckt wird. Die Patronatsloge stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im westlichen Fenster sieht man eine Kopie einer gotischen Glasmalerei, die eine Kreuzigungsszene darstellt. Das Original befindet sich im Erzdiözesanmuseum in Kattowitz.

Die Kirche hat drei Nebenaltäre aus dem 18. Jahrhundert, einen an der linken Wand, zwei neben dem Triumphbogen. Auf dem linken Nebenaltar stehen unter anderem Skulpturen von Heiligen sowie ein Bild der Gottesmutter mit Kind aus dem 18. Jahrhundert. In der Bekrönung befindet sich ein Bild des Hl. Franziskus aus dem 19. Jahrhundert. Der rechte Nebenaltar trägt ebenfalls Skulpturen von Heiligen und in der Bekrönung ein Bild des Hl. Antonius mit dem Kinde. Am dritten Nebenaltar ist ein Barockgemälde mit dem Hl. Isidor, dazu Skulpturen von Heiligen und ein Bild aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Kanzel sind Abbildungen der Evangelisten und Christus als Sämann aus dem 18. Jahrhundert. Im Innenraum befinden sich auch Kreuzwegstationen aus dem 18./19. Jahrhundert.

Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

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