Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Lasisk – Allerheiligenkirche

Dendrochronologische Untersuchungen im Jahre 2008 ergaben, dass das Holz für den Bau der Schroholzkirche in Lasisk zwischen Herbst 1466 und Anfang 1467 geschlagen wurde. Somit wird das Gebäude in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut worden sein. Lange Zeit nahm man an, 1579 sei das Entstehungsjahr, da eine Inschrift rechts vom seitlichen Eingang diese Jahreszahl nennt. Mehrfach, unter anderem 1736 und im 19. Jahr-hundert, wurde das Gebäude renoviert.

An der Westseite der Holzkirche steht ein gedrungener, 1506/1507 errichteter Turm, dessen schräg ansteigende Wände mit Schindeln bedeckt sind. Das Glockengeschoss ist mit Brettern verschalt, in denen sich an jeder Seite zwei Schalllucken befinden. Darüber ein barocker Helm. Das Satteldach ist mit Schindeln gedeckt und wird von einem achteckigen Dachreiter mit Laterne und Kuppel geziert. Die Kirche umzieht ein mit Schindeln gedeckter Umgang. Der Chor hat einen dreiseitigen Abschluss, an seiner Nordseite wurde 1870 in massiver Steinbauweise eine Sakristei angebaut.

 

 

Den Kircheninnraum, mit seiner gekehlten Decke, stützt eine einzelne, in der Mitte des Kirchenschiffes stehende Säule – eine Seltenheit. Die Wände und Decken des Chores sind mit bunten Wandmalereien aus dem Jahre 1949, nach dem Muster alter Holzkirchen aus dem 16. Jahrhundert, dekoriert. Der Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Teilen: einer Mensa mit Tabernakel und einem Retabel, das an der Wand steht. Er enthält auch zwei Fragmente des alten Hauptaltars: zwei Flügel eines Triptychons und eine Figur Mariens mit dem Christuskind. Diese Objekte aus dem 16. Jahrhundert gehören zu den wertvollsten dieser Art in der Region. Die beiden Nebenaltäre wurden an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert errichtet. Auf einer Empore an der Westseite, die von sechs Säulen gestützt wird, steht die Orgel. Diese wurde 1792 gebaut und 1863 erweitert. Die steinernen Weihwasserbecken befinden sich außerhalb der Kirche. Das Gotteshaus wird von einer Steinmauer umfriedet, in die ein altes Büßerkreuz eingemauert ist, das angeblich aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Artilleriegeschoss in das Kircheninnere abgefeuert. Es explodierte glücklicherweise nicht.

Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

One Comment

  1. bernard
    %A, 12UTCSun, 12 Jun 2016 19:15:30 +0000 %e. %B %Y

    Na scianach prezbiterium i nawy znajdują się odsłoniete w roku 1998 oryginalne polichromie z 1560 roku – co zresztą widać na jednym ze zdjęć

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