Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Josefshöhe – Filialkirche Johannes des Täufers

Einer Legende nach stand die Schrotholzkirche in Josefshöhe ursprünglich im Dorf Chudoba und war der Wetteinsatz in einem Kartenspiel. Der Gewinner sollte die Kirche allerdings nur unter einer Bedingung erhalten: Innerhalb einer Nacht muss das Gebäude abgebaut und abtransportiert werden. So sei die gesamte benachbarte Bevölkerung zusammengerufen worden, um die Kirche auf 100 Pferdewagen nach Josefshöfe zu schaffen. Aufgestellt werden sollte sie im Zentrum des Dorfes, an der Hauptstraße. Doch eine unsichtbare Macht brachte die einzelnen Balken an den Dorfrand, wo eine Quelle sprudelte.

Eben dort baute man das Gebäude auf. Dies sei der Wille des Kirchenpatrons Johannes des Täufers gewesen, erzählte man sich später. In Wahrheit wurde das Josefshöher Gotteshaus in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert errichtet. Schrotholzkirchen haben oft zwischen Chor und Krichenraum, unterhalb der Decke, einen so genannten Chorbalken mit Kruzifix. Häufig sind auch Figuren Mariens und des Apostels Johannes dabei, die dann eine so genannte Kreuzigungsgruppe bilden. In Josefshöhe ist der Chorbalken zusätzlich bemalt. Das Innere überspannt ein Tonnengewölbe. Die Orgelempore wird von zwei verzierten Säulen mit dekorativen Kapitellen getragen. An der Brüstung der Orgelempore befinden sich Kartuschen mit den Adelswappen der polnischen Familien Topór und Ciołek.

Die Kirche schmücken Wandmalereien: Jene an den Wänden des Kirchenschiffes und des Chores stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, darunter Darstellungen der Hl. Anna und des Hl. Wenzels. Die Malereien an der Decke sind vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Interessanterweise ist die Abbildung des Hl. Nepomuk im Innern der Kirche vier mal zu finden. Der Altar und die Kanzel wurden im Spätbarockstil des 18. Jahrhunderts angefertigt. Auf dem Altar befindet sich ein Bild der Gottesmutter von Tschenstochau. Es wurde 1934 zusammengerollt und versteckt. Während Renovierungsarbeiten in den 1990er Jahren fand man das Bild mit einem beigefügten Zettel wieder. Der handgeschriebenen Bitte, das Bild wieder in den Altar einzufügen konnte man leicht nachkommen.

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