Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Koschentin – Ablasskirche der Hl. Dreifaltigkeit

Die Kirche entstand 1724 als Nachfolgebau einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Sie liegt südlich außerhalb des Dorfes. Mit dieser Kirche ist eine Legende verbunden. Der Pfarrer von Sadowa schrieb dazu im Jahre 1721 auf der Grundlage alter Chroniken: „…das Weib Wiktoria [die Tochter des Müllers] hat dort gebetet und bei der
Eiche, wo heute der Altar steht, drei Kinder gesehen [Symbol der Hl. Dreifaltigkeit], die sich mehrmals offenbart haben. In der Osterzeit hat das dort versammelte Volk Glocken läuten gehört und vom Weiten Prozessionen mit Fahnen und Gesang gesehen…“.

Von diesen wundersamen Offenbarungen kündet ein Gemälde mit acht szenischen Darstellungen. Es soll auf dem Grundstück zudem eine wundertätige Quelle gegeben haben. Deren Wasser sei in einen gemauerten Brunnen geleitet worden, worüber später die Kapelle entstanden sein soll. Heute gibt es weder von der Kapelle noch von der Quelle irgendwelche Spuren. Im Inneren der Kirche befindet sich aber eine Vitrine mit zwei Gegenständen zu weiteren Legenden. Das ausliegende Zaumzeug soll im 16. Jahrhundert von Vinzenz Kluczynski gestiftet worden sein, der damals das Holz für den Kirchenbau herbeischafte. Das Relikt eines Krebses erinnere an Holz für den Kirchenbau, das dieser von einem Hügel zum Bach gerollt haben soll.

Die Koschentiner Schrotholzkirche ist nach Osten ausgerichtet. Ihr Kirchturm ist eine verbretterte Pfahlkonstruktion mit achtseitigem Helm und durchbrochener Laterne. Auf dem Schindeldach befindet sich über dem Chor ein Dachreiter mit Glocke. An der Süd-seite wurde zweigeschossig die Sakristei mit der gräflichen Patronatsloge angefügt. Das Kirchenschiff hat einen rechteckigen Grundriss mit kleinen Vorhallen im Norden und Süden. Rundherum befinden sich offene Gänge, eingedeckt mit Holzschindeln. Damit wurden auch den Außenwände verkleidet. Der Chor hat einen dreiseitigen Abschluss.

Die Innenaustattung ist barock. Den Hauptaltar schmücken eine spätgotische Pietà aus dem 16. Jahrhundert und ein barockes Flachrelief der Heiligen Dreifaltigkeit. Das aus acht Bildfeldern bestehende Gemälde des 18. Jahrhunderts behandelt die benannte Legende des Kirchenbaues. Darauf befindet sich die Jahresangabe 1568 als mutmaßliches Baujahr der ersten Kirche.

 

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