Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Kollanowitz – Filialkirche zur Hl. Barbara

Der Vorgängerbau der Kollanowitzer Kirche entstand Ende des 15. Jahrhunderts in Oppeln am Minoritenkloster, an der heutigen Krakauerstraße, in der Nähe des inzwischen verfallenen Beuthener Tores. Während der Reformationszeit wurde das Gebäude zerstört. Aus historischen Quellen weiß man, dass 1666 nur Ruinen der Kirche übrig waren. 1678 wurde an Stelle des mittelalterlichen Gotteshauses eine Schrotholzkirche mit Turm errichtet. Sie hatte drei Altäre, die der Hl. Barbara, dem Hl. Laurentius und der Jungfrau Maria geweiht waren. Nachdem 1810 das Oppelner Minoritenkloster aufgelöst wurde, stand die Kirche zum Verkauf. Drei Dörfer aus der Umgebung bewarben sich: Wengern, Sowade und Kollanowitz. Offenbar hat man den Wettstreit auf folgende Art und Weise entschieden: Wer sich als erster an einem bestimmten Tag in Oppeln meldet, erhält die Erlaubnis, die Kirche abzutragen. Die Kollanowitzer Einwohner waren hierbei Sieger.

1812 fand die Weihe der überführten Kirche in Kollanowitz statt. 1978 wurde neben dem Gebäude ein Glockenturm errichtet und 1989 das Schindeldach und der Zaun ausgetauscht. Ein Friedhof umgibt die Kirche.

Der Grundriss des geosteten Gotteshauses in Blockbauweise ist fast quadratisch. Sie hat einen dreiseitigen Chorabschluss und auf der nördlichen Seite eine kleine Sakristei. Die Orgelempore stützt sich auf zwei Pfeiler, darüber verläuft eine weitere Empore mit Balustrade. Teile des Chores und die Emporen sind mit zwölf Szenen, die das Leben und Martyrium der Hl. Barbara darstellen, geschmückt. Diese wurden um 1700 gemalt.  Die Satteldächer sind mit Schindeln gedeckt. Ebenso wie die Außenwände, mit Ausnahme der Westseite. Das Gebäude verfügt außen über einen Umgang.

Die Innenausstattung der Kirche ist reich: Drei Barockaltäre aus dem 17. und 18. Jahr-hundert, eine Barockkanzel und Gemälde vom Ende des 17. Jahrhunderts, ein Beichtstuhl und zwei Patronatsbänke sowie Kreuzwegstationen und Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert. Der barocke Hauptaltar mit einem Bild der Hl. Barbara wird durch zwei Säulenpaare und Skulpturen der Heiligen Franz und Antonius gerahmt. Die prächtigen Wandmalereien stammen wahrscheinlich aus dem frühen 20. Jahrhundert. Dies bezeugen Fotografien im Archiv des Museums des Oppelner Dorfes in Oppeln-Birkowitz.

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