Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Grzawa – Johanneskirche

Die Schrotholzkirche in Grzawa gehört zu den wertvollsten Denkmälern der Holzkirchenarchitektur in Schlesien. Eine ausgewogene Form, eine differenzierte Oberflächenstruktur der Wände und Dächer, die Rhythmik der Flächen und die Harmonie und Leichtigkeit des Baukörpers machen aus dem Gebäude ein Beispiel der hohen Kunst des oberschlesischen Holzbauwesens.

Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Von 1580 bis 1620 nutzten Protestanten das Gotteshaus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es katholisch. Das geostete Gebäude steht auf einem Fundament aus Eichenstämmen, „pecki“ genannt. Diese besondere Bauweise ist in Oberschlesien nur in Grzawa erhalten. Die Stämme verhindern, dass sich das Gebäude verzieht, da es zudem auf Eckbalken ruht. Dazu schützen die „pecki“ vor Feuchtigkeit. Der in Ständerbauweise errichtete Turm ist mit Schindeln verkleidet und hat einen Helm mit Laterne. Das Satteldach ist mit Schindeln gedeckt, über dem Kirchenschiff thront ein Dachreiter mit Laterne. Um das Gebäude führt ein überdachter Gang, die Wände oberhalb der Überdachung sind mit Brettern verkleidet. Der Chor hat einen geraden Abschluss, an seiner Nordseite befindet sich die Sakristei.

Die barocke Innenausstattung stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert wurde 1870 durch den Maler und Goldschmied Karl Stankiewicz aus Kenty erneuert. Er ist mit reichen Holzschnitzereien, Skulpturen und Gemälden des 19. Jahrhunderts dekoriert. Die beiden Nebenaltäre wurden mehrmals umgestaltet. Auf dem linken befinden sich heute Heiligenfiguren und ein Bild der Schwarzen Madonna aus Tschenstochau (Częstochowa). Auf dem rechten Nebenaltar stehen Heiligenfiguren bekrönt von einem Bild des Hl. Florian. Die Kreuzwegstationen malte 1841 Eliasz Lipka. Auf der Nordwand des Chores sind Fenster und eine Wiederauferstehungsszene malerisch dargestellt. Im Kirchenschiff befindet sich eine Wandmalerei, die die Himmelfahrt Mariens darstellt. Die barocke Orgel stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

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