Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Kostenthal – St. Brixen-Kirche

Zwischen Kostenthal und Koske befindet sich ein besonderer Ort, der unter dem Namen Brysky bekannt ist. Viele Menschen pilgern zu der dortigen Heilquelle, die angeblich besonders bei Augenleiden helfen soll. Der Legende nach begann das Wasser der Quelle zu sprudeln, als der Hl. Briktius sich dort während einer seiner Reisen ausruhte. Der Ursprung des Briktius-Kultes ist nicht ganz klar. Er lebte im vierten Jahrhundert in Frankreich und war Schüler des Hl. Martin. Als Bischof habe er ein verlassenes Kind gefunden und aus Barmherzigkeit aufgenommen. Böse Zungen behaupteten jedoch, das Kind sei aus einer heimlichen Ehe. Aufgrund dieser üblen Nachrede verbannte der König den Bischof aus Frankreich. Briktius kam bis Oberschlesien. Auf einem bewaldeten Hügel, nahe der späteren Ortschaft Kosenthal, machte er Rast. Müde und durstig von der Wanderschaft, ruhte er unter einem Baum. Da keine Quelle in der Nähe war, grub er mit den Händen in der Erde und stieß auf Wasser.

Einer weiteren Legende nach habe ein Bauer beim Pflügen verärgert Flüche ausgestoßen. Plötzlich sei er blind geworden. In seiner Not wandte er sich an den Hl. Briktius. Eine Stimme riet ihm, die Augen mit dem Quellwasser zu benetzen. Dies tat er und schon bald konnte er wieder sehen. Erste Informationen über die Existenz einer Quelle und Kapelle in Brysky stammen aus dem Jahre 1594. Nach dem Dreißigjährigen Krieg schwoll der Pilgerstrom an, so dass eine größere Kirche gebaut werden musste. Diese wurde in den Jahren 1651 bis 1661 auf einem Hügel in der Nähe der Quelle errichtet und dient bis heute als Ablasskirche. Stifter waren Marta und Martin Wolff, Inhaber des freien Schulzenamtes in Kostenthal. Unweit der Quelle befindet sich eine alte Einsiedelei, die vor 1870 errichtet wurde und heute als Herberge dient sowie eine neoromanische Kapelle von 1880.

Der Hauptaltar und die beiden Nebenaltäre aus der Entstehungszeit der Kirche zeigen ein Bild der heiligen Jungfrau Maria mit dem Christuskind. Am rechten Nebenaltar stehen Skulpturen der Hl. Petrus und Paulus sowie ein Bild des Hl. Briktius von 1898. Am linken Nebenaltar sind Skulpturen der Hl. Hedwig und Barbara sowie ein Bild der Taufe Jesu von 1896 zu sehen. Die Kanzel stammt aus dem 18. Jahrhundert.

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