Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Jeroltschütz – Filialkirche der evangelisch-augsburgischen Gemeinde in Konstadt

1560 wurde die Grabkapelle der Adelsfamilie Gierałtowski von Protestanten übernommen und 1617 zur Kirche ausgebaut. Entweder wurde sie 1694 zur heute noch stehenden Schrotholzkirche erweitert oder es wurde ein neues Gotteshaus an der Stelle der alten Kapelle errichtet. Genaueres ist nicht bekannt. Weitere Renovierungen folgten in den Jahren 1822/23 und 1889. Während des zweiten Umbaus verzichtete man auf den Chor und verlängerte das Gebäude nach Osten. Dadurch entstand eine Hallenkirche, die innen von Emporen umgeben ist und damit eine hölzerne Version einer typischen evangelischen Kirche bildet. Das geostete Gebäude ist von einem Friedhof umgeben.

Die Kirche wurde in einer gemischten Ständer-Bohlenkonstruktion auf einem Ziegel-mauerwerk errichtet. Fünf Kirchen dieser Art gibt es im Oppelner Schlesien. Die Fenster sind in zwei übereinander liegenden Reihen angeordnet, sodass sowohl das Kircheninnere als auch die Emporen beleuchtet werden. In einigen Fenstern befinden sich noch originale Bleiglasscheiben und Gitter.

Der mit Brettern beschlagene Turm verengt sich nach oben und schließt mit einem acht-eckigen Satteldach ab. Gekrönt ist er mit einem Fähnchen, auf dem die Jahresangabe 1889 steht. Das Holz des Eingangsportals ist im Fischgrätenmuster verarbeitet und mit alten Eisenbeschlägen versehen.

Der Hauptaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert, wie auch die Kanzel, die 1823 in den Altar eingefügt wurde. Auf der Bekrönung befindet sich eine Skulptur der heiligen Dreifaltigkeit. Daneben stehen bemalte Skulpturen aus dem 17. Jahrhundert, die Christus und die vier Evangelisten darstellen. Die Orgelempore ist mit gemalten Wappenkartuschen aus dem 17. Jahrhundert dekoriert. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt die große Mosesfigur, auf die die Orgelempore gestützt ist. Die bemalte Orgel aus dem Jahr 1831 ist im klassizistisch-volkstümlichen Stil erbaut. Über der Sakristei ist eine Wandmalerei aus der Spätrenaissance mit Rosetten und Deckenkassetten erhalten. In der Kirche befinden sich zahlreiche hölzerne Renaissance-Epitaphe und steinerne Grabsteine. Die Glocke mit Wappenkartuschen stammt aus dem Jahre 1694.

 

One Comment

  1. Bettina Jungnickel,geb.Wiczek, am Hang 8,02791 Oderwitz, BRD
    %A, 23UTCTue, 23 Oct 2012 18:44:48 +0000 %e. %B %Y

    Guten Tag,
    ich suche Angaben über meine Urgroßmutter ( Geburtsurkunde?)Sie heißt Bertha Beate Wilczek und ist am 10.03.1868 in Jeroltschütz geboren. Wer waren die Eltern und hatte sie Geschwister oder andere Verwandte?
    Danke und herzliche Grüße
    Bettina

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