Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Boronow – Kirche der Rosenkranzmadonna

Die Schrotholzkirche in Boronow wurde 1611 vollendet. Stifter waren die Besitzer des Dorfes, die Familie Dzierżanowski. Deren zwölfjährige Tochter wurde, nachdem sie in den Kirchenteich gefallen war, auf wundersame Weise wiederbelebt. Zum Dank errichtete die Familie diese Votivkirche. Erbaut wurde sie auf den Überresten einer vom Feuer vernichteten Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Dies zeigt wieder einmal wie frühzeitig in Oberschlesien solche Holzkirchen entstanden. Jedoch war auch das Feuer ihre größte Gefahr.

Das geostete Gebäude auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes ist außen komplett mit Schindeln bedeckt. Der Chor schließt dreiseitig ab. Die Kapelle der Stifterfamilie ist der Hl. Anna gewidmet und mit 15 einmaligen Prozessionsplaketten mährischer Provenienz ausgestattet. Sie bilden die Geheimnisse des Rosenkranzes ab. Die Kapelle diente einst der Rosenkranzbruderschaft, einer im 15. Jahrhundert von den Dominikanern gestifteten Laiengemeinschaft. In der Kapelle wird noch ein Buch dieser Bruderschaft aus dem Jahre 1755 aufbewahrt. Darunter befindet sich die Krypta mit den sterblichen Überresten der Kirchenstifter. Am Gitter hängt ein Kruzifix mit Christus, der laut Sagen immer weiter die Augen zumache, um sie am Tag des Jüngsten Gerichts endgültig zu schließen. Einer anderen Legende nach legte man dort die ertrunkene Tochter der Stifterfamilie unter das Kreuz. Die Gebete der Gläubigen erweckten das Mädchen wieder zum Leben. Zum Dank stellte man das Kreuz im Altarraum auf. Über Nacht jedoch kehrte das Kruzifix an seinen alten Platz zurück.

In der Südkapelle steht ein Altar im Spätrenaissancestil von 1669. Auf dem Hauptaltar befindet sich ein Bild, auf dem die Jungfrau Maria vom Hl. Dominik angebetet wird. Besondere Zierde der Kirche sind die kunstvollen Patronatslogen im Chorraum. Auf bemalten Holzvertäfelungen von 1870 sind Heilige und Engel sowie Wappen und Monogramme abgebildet. Die Orgelempore stützt sich auf vier dekorierte Pfeiler.

Rund um die Kirche befindet sich ein Friedhof mit hölzernem Zaun und einem Friedhofs-tor aus dem 17. Jahrhundert. Im ältesten Grab aus dem Jahre 1855, das sich in der Nähe des Friedhofstores befindet, ruht der Priester Emil Schabon.

Die Kirche gehört zur Architekturroute der Holzbaukunst in der Woiwodschaft Schlesien.

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