Koscioly Drewniane – Schrotholzkirchen

Kirche

Ortsangaben

Bankau – Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Schrotholzkirche in Bankau war zunächst katholisch, dann ab 1550 evangelisch und seit 1945 wieder katholisch. Vor der Reformationszeit, an der Schwelle zum 16. Jahrhundert erbaut, ist sie die älteste Schrotholzkirche der Gemeinde Kreuzberg. Sie wurde im spätgotischen Stil auf einem Ziegelsteinfundament errichtet. Das geostete Gebäude hat einen dreiseitigen Chorabschluss, daneben die Sakristei und eine Treppe, die zur Empore führt. Der quadratische Kirchenraum verfügt über eine flache Decke. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt, der Giebel unterschiedlich hoch. Die Kirche hat keinen Glockenturm – dies ist eine charakteristische Eigenschaft der protestantischen Bauweise in dieser Region.

1913 entdeckte man im Innern erhaltene Fragmente farbiger Wandmalereien. Sie stellen die Verkündigung Mariens, Christi Himmelfahrt und das Pfingstereignis dar. Die manieristische Kanzel aus dem 17. Jahrhundert wird von einem Löwen, der eine Wappenkartusche hält, gestützt. Das Taufbecken stammt aus dem ausgehenden 17. Jahrhunderts, wie auch die auf den Emporen aufgemalten Wappenkartuschen und die Kreuzigungsdarstellung. Das hölzerne Epitaph der Elisabeth von Frankenberg mit polnischer Inschrift stammt von 1676. Die 1614 von Jakob Götz in Breslau gegossene Glocke wurde im Zweiten Weltkrieg zur Einschmelze nach Hamburg gebracht. Sie blieb jedoch erhalten und kam als Patenglocke nach Fulda, wo sie in einer evangelischen Kirche hängt.

Im Altarraum steht das älteste gotische Triptychon Schlesiens, das 1370 entstand und fast drei Meter hoch ist. Es stammt aus der Oppelner Minoritenkirche. Nach der Säkularisation 1810 kam dieses für die kleine Kirche viel zu mächtige Retabel nach Bankau. Es wurde 1913 und 2000 restauriert. Auf der Mitteltafel ist die Krönung der Gottesmutter zu sehen, bekrönt von einem durchbrochenen Baldachin mit zwei Engeln. Darunter eine Darstellung des letzten Abendmahls, auf Holz gemalt und mit Wappenkartuschen der schlesischen Familien von Seidlitz und von Stertz sowie der Jahreszahl 1601 versehen. Seitlich befinden sich sechs Felder mit Apostelpaaren. Auf den Seitenflügeln sind in drei Reihen 18 heilige Frauen abgebildet.

One Comment

  1. jak usunac
    %A, 17UTCSun, 17 Jan 2016 15:19:16 +0000 %e. %B %Y

    Będzie trzeba odwiedzić w tym roku

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